Turnierregeln

Unsere Turnierregeln dienen dem gleichen Zweck wie alle Regeln - sie wurden aufgestellt, um Streitfälle zu vermeiden, nicht um sie herbeizuführen.

1. Im Streitfall ist die Entscheidung der Turnierleitung als endgültig zu betrachten.

2. Jeder Verstoss eines Spielers gegen das turnierübliche Verhalten hat den Ausschluss des Spielers aus dem Turnier zur Folge.

3. Im Streitfall sind Steine und Würfel unberührt zu lassen. Ein Mitglied der Turnierleitung wird gebeten, eine Entscheidung zu fällen.

4. Während der Austragung eines Matches haben die Zuschauer absolutes Stillschweigen zu bewahren.

5. Zuschauer sind nicht berechtigt, Spieler auf unrichtige Züge aufmerksam zu machen oder Kommentare bezüglich des Spiels abzugeben.

6. Jegliche bewiesene Verständigung von Spieler und Zuschauer hat die sofortige Disqualifikation sowohl des Spielers als auch des Zuschauers in diesem Turnier zur Folge.

7. Jedem Spieler steht das Recht zu Zuschauer ohne Angabe von Gründen zum Verlassen des Spieltisches aufzufordern.

8. Die Entscheidung, ob "Byes" an "gesetzte" Spieler vergeben werden, bleibt der Turnierleitung überlassen.

9. Die Turniersprachen sind Deutsch und Englisch. Bei der Austragung eines Matches sind Unterhaltungen zwischen Spielern und Zuschauer oder unter den Zuschauern nur in diesen Sprachen gestattet.

10.(a) Sollte ein Spieler aus Versehen ein Match aufgeben, obwohl sein Gegner die erforderlichen Punkte noch nicht erreicht hat, so wird diese Aufgabe als gültig betrachtet, sobald der Name des Gewinners auf der Turnierliste eingetragen ist.

(b.) Sobald ein Match in Gang ist, dürfen schriftliche Aufzeichnungen nur mehr im Zusammenhang mit dem Punktestand gemacht werden.

(c.) Mechanische Hilfsmittel jeglicher Art sind verboten.

(d.) Sobald ein Match in Gang ist, ist es streng untersagt, schriftliches Material über Backgammon (Wahrscheinlichkeitstabellen etc.) mitzuführen bzw. zu verwenden. Übertretungen von (c) oder (d) ziehen die sofortige Disqualifizierung im Turnier sowie den Verlust jeglicher Gewinne nach sich.

11. Die Turnierleitung behält sich das Recht vor, in jedem Spiel einen Schiedsrichter zu bestimmen.

12. Gammons/Backgammons gelten in allen Matches.

13. Die nachstehend definierte "Crawford-Regel" findet bei allen Matches Anwendung. Wenn ein Spieler den Matchpunkt ( z.B. 14 Punkte in einem 15-Punkte-Match ) erreicht hat, darf im ersten Spiel, das folgt ( aber nur in diesem ), nicht gedoppelt werden.

14. Unterbrechungen: Während eines jeden Matches stehen jedem Spieler zwei Unterbrechung von einer maximalen Dauer von je 5 Minuten zu.

15. Ein Spieler hat seinen Zug vollendet, wenn er beide Würfel von der Oberfläche nimmt. Kein Spieler darf würfeln, bevor sein Gegner die Würfel aufgehoben hat. Ein Spieler, der zu früh würfelt, kann von seinem Gegner aufgefordert werden, den Wurf zu wiederholen; er darf nicht selber entscheiden, ob er noch einmal würfelt.

16.(a) Die Spieler müssen auf dem Board zu ihrer Rechten würfeln. Sollten die Würfel "brennen" MUSS nochmals gewürfelt werden.

(b) Sobald die Würfel nach Vollendung eines Zuges vom Spieltisch aufgehoben werden gilt der Zug als abgeschlossen. Das vorsichtige Verschieben der Würfel ist gestattet, falls deren Position auf dem Board ein Ziehen der Steine erschwert. Dabei ist darauf zu achten, dass die Würfel nicht verdreht werden.

(c) Beide Würfel müssen flach auf der Boardfläche liegen bleiben

(d) Es ist unzulässig, die Würfel wieder aufzunehmen und noch einmal zu würfeln, wenn ein Würfel in zulässiger Position zum Stehen gekommen ist und der andere sich noch bewegt:

(1) auf der Bar oder am Rand des Boardes,

oder (2) irgendwo im Bereich des Innenboards zur Rechten des Spielers.

17.(a) Automatische Doppel sind unzulässig.

(b) Die "Jacoby-Regel" kommt nicht zur Anwendung.

(c) Settlements dürfen zu keiner Zeit gemacht werden.

(d) Doppeln und Redoppeln unter den folgenden Umständen ist zulässig: Ein Spieler hat einen Stein auf der Bar, sein Gegner hat ein geschlossenes Board ( d.h. alle 6 Punkte seines Innenboardes sind geschlossen ) und der Spieler ist an der Reihe zu würfeln.

(e) Ein Spieler, der doppelt oder redoppelt, hat deutlich zu sagen: "Ich dopple", den Verdopplungswürfel ( mit der entsprechenden Fläche nach oben zeigend ) auf die gegnerische Seite des Boards zu legen und mit dem Würfeln zu warten, bis sein Gegner ausdrücklich angenommen hat.

(f) Ein Spieler, der beschliesst, den Doppler ( oder Redoppler ) anzunehmen, hat deutlich zu sagen: "Ich nehme an".

(g) Nicken oder Handzeichen sind kein zulässiger Ersatz für (e) oder (f). BEIDE Spieler haben darauf zu achten, dass sich der Verdopplungswürfel nach dem Doppeln auf dem richtigen Platz und in der richtigen Position befindet.

(h) Beide Spieler haben darauf zu achten, dass sich der Verdopplungswürfel zu Beginn jedes Spieles in der Mitte des Boards befindet. Im Falle einer Meinungsverschiedenheit zu irgendeinem Zeitpunkt während der Austragung eines Spiel bezüglich der Position (oder des Standes) des Verdopplungswürfel gilt die tatsächliche Lage und Position des Verdopplungswürfel. Über offensichtliche Widersprüchlichkeiten ( z.B. ein Verdopplungswürfel der 8 anzeigt und in der Mitte des Boards liegt ) entscheidet die Turnierleitung.

(i) Sobald ein Spieler den Verdopplungswürfel ausdrücklich angenommen hat, gilt das Spiel als verdoppelt.

18.(a) Beide Würfel müssen vor dem Wurf im Würfelbecher heftig geschüttelt werden. Die Spieler dürfen die Würfel vor Beginn jedes einzelnen Spiels austauschen.

(b) Gespielt wird mit Präzisionswürfeln, sofern solche vorhanden sind. Die Turnierleitung behält sich das Recht vor, die Würfel in jedem Match und zu jeder Zeit (auch während eines Spieles) ohne Ankündigung zu tauschen oder zu ersetzen.

(c) Wenn ein Spieler die Würfel während eines Spieles wechselt oder einen oder beide Würfel wegwirft, erhält er einen Strafpunkt und setzt sich weiteren disziplinären Massnahmen aus.

19. Die Spieler haben pünktlich zu den Matches zu erscheinen. - Strafpunkte werden folgendermassen vergeben: (a)1 Punkt pro 5 Minuten Verspätung, ab 15 Minuten nach der angegebenen Beginnzeit.

20. Jeder Spieler ist dafür verantwortlich, rechtzeitig zu erscheinen. Er hat zu überprüfen, ob irgendwelche Änderungen des Turnierzeitplanes vorgenommen wurden. Unwissenheit schützt nicht vor Strafpunkten.

21. Alle Matches sind im Spielsaal auszutragen, wenn nicht die Turnierleitung ausdrücklich andere Möglichkeiten gestattet.

22. Spielrichtung, Farbe der Steine und Sitze werden durch Würfeln vor Beginn des Spieles festgelegt. Farbe und Spielrichtung werden daraufhin während des ganzen Matches beibehalten.

23. Falls die Turnierleitung Matchkarten vorsieht, sind diese zu verwenden. Am Ende des Matches sind sie von beiden Spielern zu unterzeichnen. Es obliegt dem Gewinner, die Karte der Turnierleitung auszuhändigen.

24. Sobald ein Spieler seine Würfel aufgehoben hat, darf ihn sein Gegner nur dann darauf hinweisen, dass der Zug unrichtig gewesen sei, wenn er wünscht, dass dieser korrigiert wird. Weist er nicht daraufhin, bleibt er wie gespielt. Das Intervenieren irgendeines Zuschauers in einem solchen Fall ist absolut unzulässig und wird als völlig ungültig betrachtet.

25. Der Turnierleiter kann verfügen, dass ein bestimmter Zuschauer, mehrere Zuschauer oder alle Zuschauer einem bestimmten Match fernzubleiben haben.

26. Wenn ein Spieler der Meinung ist, dass sein Gegner zu langsam spielt, kann er einen Protest bei der Turnierleitung einbringen. Die Turnierleitung ( oder ein Beauftragter ) wird dann das Match beobachten. Wenn er dabei feststellt, dass der Spieler die allgemein üblichen Zeiten überschreitet, erteilt er dem entsprechenden Spieler eine Verwarnung. Wenn die Überschreitung nach Ansicht des Funktionär weiter andauert, so gibt er dem entsprechenden Spieler einen Strafpunkt. Dieser Strafpunkt hat keinen Bezug zum gerade ausgetragenen Spiel, welches ohne Unterbrechung fortgesetzt wird. In ein und demselben Match können mehrere Strafpunkte vergeben werden, wenn es dem Funktionär erforderlich erscheint. Diese Strafpunkte werden zum Punktestand des Gegners hinzugezählt und nicht vom Punktestand des übertretenden Spielers abgezogen Sollte ein Spieler zu langsam spielen, kann die Turnierleitung für das nächste Match eine Strafe verfügen.

27. Der Turnierleiter ist berechtigt, einen Funktionär für die Beobachtung eines Matches zu bestimmen. Dieser Funktionär kann entsprechend den Bedingungen von Punkt 26 Strafpunkte an einen oder beide Spieler vergeben. Dieses Recht wird nur dann in Anspruch genommen, wenn ein bestimmtes Match den Ablauf des Turniers ernstlich verzögert.

28. Wenn während eines Spieles ein Stein ausserhalb des Boards aufgefunden wird, steht es dem benachteiligten Spieler zu, entweder den Stein seines Gegners auf die Bar zu setzen oder seinen Gegner zu zwingen, mit 14 Steinen weiterzuspielen. Der Spieler mit 14 Steinen kann weiterhin ein Gammon oder Backgammon verlieren.

29. Beabsichtigt ein Spieler, einen Stein zu schlagen, muss er diesen aufheben und auf die Bar setzen. Es reicht nicht, nur auf den Stein zu klopfen oder durch eine Handbewegung die Absicht zu schlagen anzudeuten.

30. Die Würfelbecher beider Spieler haben zwischen den Würfen auf den Tisch zu bleiben. Zu keinem Zeitpunkt darf sich der Becher unterhalb des Tisches befinden. Falls dies vorkommen sollte, ist die Turnierleitung berechtigt, entsprechende Massnahmen zu treffen.

31. Falls es im Rahmen der Spielregeln möglich ist, müssen die Augenzahlen beider Würfel gespielt werden. Es steht dem Spieler frei, welche Zahl er zuerst spielt. Falls nur eine Zahl gespielt werden kann, ist die höhere Zahl zu ziehen.

32.(a) Alle Matches werden bis zur festgesetzten Punktezahl gespielt. Die Spieler sind nicht berechtigt, sich untereinander auf eine andere Punktezahl zu einigen.

(b) Falls ein Match bis zu einer unkorrekten Punktezahl gespielt wird, trifft die Turnierleitung eine entsprechende Entscheidung.

33. Es steht jedem Spieler frei, den Gegner darum zu bitten, nicht zum Spiel gehörende Gegenstände von der Tischoberfläche zu entfernen.

34. Jeder des im Laufe des Spieles geschlagene Stein muss auf die Bar gesetzt werden. Es ist unzulässig, einen ( oder mehrere ) Stein(e) in der Hand zu halten; wenn dies geschieht, so ist der übertretene Spieler berechtigt, die Turnierleitung um eine Entscheidung zu bitten.

35. Während des Spiels ist es den Teilnehmern nicht gestattet Musik oder andere Aufnahmen zu hören. Es ist strengstens untersagt, Kopfhörer zu tragen.

Letzte Änderung am 03.11.2007